4 days ago

LZ Multikraft Wels - Judo

Unsere Sabsi startete kurz nach ihrer Operation am Brustmuskel beim höchsten Mountainbike Etappenrennen der Welt dem Yak Attack und belegt den unglaublichen 2.Platz!!!

Sabsi hat uns auch einen Rennbericht geschickt , welchen man einfach lesen muss und danach vor ihr und ihrem Einsatz den Hut ziehen muss!
🙂

Sabrinas Rennbericht:

Der Himalaya, ein magischer Anziehungspunkt, für Sportler oder einfach nur Suchende nach Abenteuer, Herausforderung, Ruhe und Ausgeglichenheit.

Das mag etwas klischeebehaftet klingen, allerdings wird jeder der sich auf die Reise in die hohen Berge begibt auf seine Rechnung kommen. Das faszinierende Zusammenleben von Menschen verschiedenster Ethnien jahrtausenderalter Kulturen, Religionen und Abstammungen lassen auch nicht den eingefleischtesten möchtegernzivilisierten Supersportler kalt.

Für das höchste, eines der schwierigsten und sicher aber auch eines der herausforderndsten MTB-Rennen auf unserem wunderschön vielfältigen Bikepfadplaneten Erde benötigt man Mut, Courage, Respekt, Demut und definitiv viel Vorbereitung. Nicht unbedingt liegt es an Trainingseifer, am Fleiß, an der tüchtigen Arbeit von Höhenmeter- und Rennerfahrungsammeln, nein eher ist auf die klitzekleinen Details der Bewusstseinsbildung über die Umstände dieses Rennens zu achten.

Davon kann sogar ein absoluter hochdekorierter Topstar dieser Zunft, der Kanadier Cory Wallace, aktueller 24h-Weltmeister, ein Lied singen. Trotz wochenlangem Akklimatisierungsprozess, Vorbereitung in den Himalayahöhen Indiens und akribischer Umstellung des Speiseplans von sehr leicht hartgefrorenen glutenfreien Nutellatoasts zu tonnenweise schmierbaren peanutbutter buckwheat pancakes und literweise ahornblättrigem Granatapfelsirup kämpft auch er des Öfteren mit den schwerverdaulichen Bakterien im nepalesischen Trinkwasser.

Bei uns zu Hause lernen wir überall auf der Welt wird „bloß“ mit Wasser gekocht, das mag zwar richtig sein, trifft allerdings nicht annähernd auf die anschließende Aufbereitung des verunreinigten mikrobiologischen Inhaltes in unseren Mägen zu. Vor allem in der ausgesetzten Höhe, wo der Körper die lebenswichtigen Funktionen sowieso auf ein Minimum reduziert.

Jedoch ist und bleibt Cory der einzige Nichtnepalese der dieses Rennen gewinnen konnte und zwar schon zum zweiten Mal!

Zu Verdanken hat er dies seinem durch die kanadische Winterzeit Baumfällerausgleichstraining-gestärktem Körper der ausreichend Zehrkraft und Schmalz besitzt um die ausgezehrten fettlosen reinrassigen Rennkörper energie- sprach- und sauerstofflos in der Höhenluft stehenlassen zu können.

Jeder Ausdauersportler kennt das Gefühl von stundenlanger durchdringender Kälte, ausgelaugter Energie- oder Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit, verkühltem körperlichem Totaleinbruch oder dem blankem Bewusstsein der gewaltigen Natur völlig ausgeliefert zu sein.

Nun ja bei diesem zehntägigen Rennen, dem einzigartigen „Yak Attack“ sind diese Zustände nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Sich dessen bewusst zu sein dass es definitiv gröbere Magenprobleme, wenn nicht bereits in der Hauptstadt Kathmandus, geben wird, zu heftigen kälteempfindlichen menschlichen Kraft- und Energieausfällen oder ganz einfach unreparierbaren Materialschäden weit weg von jeglicher größerer Radflickwerkstatt, kommen wird, klingt eben nach sehr viel aufregender Abenteuerlust.

Deswegen sind bei diesem außergewöhnlichen nepalesischen MTB-Trail entlang der Annapurnarunde, über Thoronglapass (5416m) und tief hinein ins einzigartige „hidden forbidden kingdom of Mustang“ auch soviele unterschiedliche Teilnehmer anzutreffen, jedoch bleiben sie gleichzeitig limitiert aufgrund der ziemlich aufwendigen Logistik.

Meine Herangehensweise an dieses Rennen beruht auf einer völlig unkonventionellen und eher untypischen Richtungsgebung überhaupt an einem „stage-race“ teilzunehmen.

Eigentlich bin ich olympische Judoathletin von Beruf mit bergsteigerischer Himalaya-höhenlufterfahrung die den Judonachwuchs in Bhutan und Nepal unterstützt. Mein eigenes Entwicklungsprojekt fördert vor allem die Ausbildung und die Versorgung der Judokids in diesen Höhenregionen.

Bei der Zusammenarbeit mit dem bhutanesisch olympischen Comité kam es zu dem ersten Gedanken den Judosport in diesem kleinen Königreich zwischen Nepal, Tibet und Indien bekannter und medial populärer zu machen. Also nahm ich an dem einzig großen Sportevent des Landes dem sagenumwobenen „Tour of the Dragon“ teil.

Einem 268km MTB-Eintagesrennen über 268km mit mehreren Himalayapässen über 3500m. Am besten startet man dieses Abenteuer gut vorakklimatisiert, schwerstens schlamm- und regenresistent. Der Sieger dieses unvergleichlichen Rennens darf sich dann „Son of the Dragon“ nennen. Da ich meine MTB-Schlammmaschine nach rund 16 Stunden als erste unerkennbare weibliche Gestalt überquerte und auch die einzige unter der sunset-cutoff Zeit blieb, war ich somit so etwas wie the „Daughter of the Dragon“.

Die Ausfallrate bei diesem Rennen ist hoch, aber die stärkste nepalesische Fahrerin Laxmi Magar lud mich zu deren „Heimrennen“, dem Yak Attack ein. Zuerst zögerte ich weil ich erstens eigentlich keine Bikerennen fahre und zweitens sowieso noch nie ein stage-race bestritten hatte.

Nach reiflicher Überlegung und dem Abwägen aller möglichen körperlichen, geistigen sowie materialbedingter technischer Ausfallerscheinungen, Zustände und Gegebenheiten die im abgeschiedenen Himalaya auf einen zukommen können, entschied ich mich dann doch für dieses Abenteuer.

Ich habe es nie bereut, weder 2016, noch dieses Jahr. Obwohl ich letztes Jahr definitiv besser akklimatisiert starten konnte. Nach einer gelungenen Manaslu-Expedition tummelten sich viele rote Blutkörperchen in meinem Körper, die der Höhenlage während des Rennens anschließend besonders gut taten.

Bloß die Zehen trugen große Kälteblasen davon, die vorerst das Schlüpfen in Bikeschuhe unmöglich machten. Bis zum event passte zwar das Zehengefühl noch nicht, aber zumindest annähernd die Größe der Füße.

Die unglaublichen Eindrücke, vielfältigen Landschaften, Einzigartigkeit, unpackbare Abwechslung und gleichzeitig fast spirituelle Monotonie von stundenlangem Auf und Ab oder nur Auf und nur Ab, die Umsorge der Veranstalter, das ganz rasch zu einer eingeschworenen Familie zusammenwachsende Teilnehmerfeld inklusive der Träger, der eifrigen Helferlein (Logistiker, Doktor, Assistenten) rundherum, beeindruckt einfach wahnsinnig in dieser Höhe, Abgeschieden- und Ausgesetztheit.

Dort oben ist nämlich absolut nichts „einfach“, weder die Anpassung an die Höhenluft, noch die hygienischen und sanitären Umstände, die Versorgung mit trinkbarem, keimfreiem Wasser oder der bloßen Tasse Tee.

Dhalbaat heißt das nepalesische Hauptgericht und umfasst viel Reis, Kartoffel, Gemüse, Linsen, manchmal auch Büffel, Huhn oder Yakfleisch.

Kalorien werden dort oben aufgrund der Kälte und der Etappenlänge verbrannt wie im Hochofenbetrieb. Deswegen beginnt der Tag auch mit viel Eier, Omletts, Porridge, Chapati, Toasts, Kartoffeln, Nudeln... usw.

Solange... bis der Magen eben nicht mehr mitmacht und das passiert dann doch ziemlich oft. Erstens aufgrund der nicht immer bakterienfreien Zone, zweitens weil in der Höhe der Körper eben mehr zu tun hat als sich um die Nahrungszersetzung und Verdauung zu kümmern.

Das Yak Attack wurde nun zweimal hintereinander nicht nur rund um die Annapurnas ausgetragen, sondern auch ins sagenumwobene Mustang, das landschaftlich und kulturell sehr den tibetischen Verhältnissen nahekommt.

Einer meiner Lieblingsfilme war und ist „Sieben Jahre in Tibet“ und so sind die fast „sieben“ Tage die man während der zehntägigen Herausforderung in Mustang abstrampelt, fast so etwas wie ein Kindheitstraum. Die tatsächlich unendliche Weite, die ausgesetzte Höhenlage, die glitzernden schneebedeckten Gipfel, der harte Wind, der durchdringende Staub und Sand, die sich mit dem Sonnenlicht ständig verändernden Gelb- Braun und Ockatöne. Genau nach diesen Bildern habe ich immer gesucht... und sie gefunden!

Tashi delek & Danyabad to all Yak Attackers!
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wow beeindruckend

Unvorstellbare Leistung!!!

Bei deinen Erzählungen hat man das Gefühl dabei gewesen zu sein, voll spannend, vielen Dank für die Gedankenreise ☀️

1 week ago

LZ Multikraft Wels - Judo

Zwei Siege und insgesamt neun
Podestplätze für die Welser Judo-Talente

In Gallneukirchen fand am Samstag das 14. internationale Schlumpfturnier mit 191 Nachwuchssportlern aus 31 Vereinen und drei Nationen (Österreich, Deutschland und Tschechien) für U10 und U12 statt. In diesem stark besetzten Teilnehmerfeld schnitten die Welser Nachwuchs-Multis einmal mehr ganz hervorragend ab und nahmen zwei Siege und insgesamt neun Podestplätze mit nach Hause. Im Medaillenspiegel bedeutet das mit nur zehn Welser Kämpfern den hervorragenden sechsten Platz.

Anna Bachler setzte in der Kategorie U10 bis 36 kg ihren Erfolgslauf in souveräner Manier fort und holte sich den heuer bereits achten Turniersieg. Sie gewann alle ihre Vorrundenkämpfe vor der Zeit mit Ippon und traf im Finale auf ihre Finalgegnerin von den Vienna International Open. „Verlor Anna in Wien noch knapp, so nahm sie in Gallneukirchen erfolgreich Revanche gegen die Wienerin und legte sie bereits nach 15 Sekunden mit Ippon auf die Matte. Genauso souverän zum Sieg kämpfte sich wie schon in der Vorwoche in Burgkirchen Daud Akhiyadov bei den U12 bis 34 kg“, ist Helmut Riegl, Nachwuchs-Chef vom LZ Multikraft Wels, stolz auf seine Truppe.

Die weiteren Podestplätze holten Ayub Achmatov bei den U12 bis 38 kg als Zweiter und Xaver Niedermayr bei den U10 bis 30 kg, Achmad Achmatov bei den U10 bis 38 kg, Paul Neuwirth bei den U12 bis 38 kg, Fisnik Saljiji bei den U12 bis 42 kg, Hamzat Natsiuri bei den U12 bis 30 kg und Felix Huemer bei den U12 bis 34 kg jeweils mit dem dritten Platz. Balduin Reitzinger wurde bei den U12 bis 38 kg Fünfter.

Weitere Fotos auf unserem Flickr-Album unter
www.flickr.com/photos/147421380@N02/albums/72157687272284452
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Heute war Michael Winkler mit den Welser Toptalenten Benedikt und Konstantin Weiss in der Volksschule in Schleißheim um den Schüler und Schülerinnen den Judosport und unseren Verein zu vermitteln 🙂 ... See MoreSee Less

Heute war Michael Winkler mit den Welser Toptalenten Benedikt und Konstantin Weiss in der Volksschule in Schleißheim um den Schüler und Schülerinnen den Judosport und unseren Verein zu vermitteln :)
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